Information zur Rasse Samojede |
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Von Schlittenhunden...
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Alle typischen Schlittenhundrassen erschienen in den nördlichen Regionen vor etwa 2'000 bis 3'000 Jahren und entwickelten sich in den einzelnen Volksstämmen bis zu ihrer heutigen Homogenität. Von diesen Volksstämmen und ihren Ursprungsgebieten erhielten die Hunde ihre Namen. In (Ost)Sibirien Siberian Husky, vom Malemuten-Volk der Alaskan Malamute oder der Grönlandhund. Auch verschiedenen Laika-Schläge (z.B. Jakutischer oder Tschuktschen Laika) oder der Canadian Eskimo Dog, die nicht FCI anerkannt sind, werden in ihren Ursprungsgebieten als Schlittenhunde verwendet. |
Jakutischer Laika - auch optisch nah am Samojeden |
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...und Samojeden
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Offizieller Name: Samoiedskaïa Sabaka |
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Samojedenvölker und Namensgeber
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Die Rassebezeichnung "Samojede" ist von den Samojedenvölkern abgeleitet, die im Norden Russlands und Westsibirien beheimatet sind. Die in den südlichen Teilen lebenden Völker (Selkupen, Kamassiner) verwendeten weisse, schwarz und braun gefleckte Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden. In den nördlichen Gebieten (bei den Nenzen, Enzen, Nganasanen) waren die Hunde reinweiss und wurden als Jagd- und Schlittenhunde eingesetzt. Die Hunde der Samojedenvölker lebten in enger Beziehung zu ihren Eigentümern; sie schliefen sogar in deren Zelten und wärmten sie. |
Rentierhütehund der Nganasanen um 1948 |
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Beginn der Zucht
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Der britische Zoologe Ernest Kilburn-Scott verbrachte 3 Monate des Jahres 1889 bei den Samojedenstämmen. Bei seiner Rückkehr nach England brachte er einen braunen Rüdenwelpen mit Namen "Sabarka" mit. Später, um 1893, importierte er von der Westseite des Urals die cremefarbene Hündin "Whitey Petchora" und aus Sibirien den schneeweissen Rüden "Musti". |
Kilburn-Scott mit dem braunen Sabarka |
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Major Jackson brachte 1897 viele Hunde von der Jackson-Harmsworth-Expedition mit nach England. Sieben dieser Hunde schenkte er Kilburn Scott. Basierend auf diesen Samojeden wurde von Ernest Kilburn-Scott auch der erste Rassestandard erarbeitet. Das Ehepaar Kilburn-Scott züchtete acht Generationen, bevor sie dem Kennelclub den definitiven Standard unterbreiteten, der 1905 offiziell anerkannt wurde. |
Major Jackson mit Nimrod, Rawing und Sally |
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Kilburn-Scott gilt somit als Begründer der Samojedenzucht. Sein Entwurf für einen Rassestandard sah zwei Typen von Samojeden vor: Der eine war etwas hochbeinig, aber stabil gebaut, das Fell war schneeweiß; der andere war ein bärenhafter Typ mit kleinen, behaarten Ohren und kräftigen Pfoten mit dicken Ballen. Diese Grundtypen finden sich, im Rahmen des durch den Zuchtstandard Zulässigen, in Grundzügen auch heute noch. 1904 gelangen erste Samojeden in die USA, 1909 wurde in England der erste Rassestandard erstellt und 1913 wurden Samojeden offiziell als Hunderasse anerkannt. Der Samoyed Club of America wurde 1923 als erster Zuchtverein gegründet. 1959 wurde der SKNH Schweizerische Klub für Nordische Hunde, 1968 der deutsche Club DCNH gegründet. |
"Whitey Petchora" - KIlburn-Scotts erste Zuchthünd |
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Erste Samojeden in der Schweiz
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Quelle: Armeearchiv Bern |
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Bildrechte: M. Weisshaupt, Engi |
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