Ski-Jöring und Pulkasport
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Herkunft
Skijöring und Pulkasport haben ihren Ursprung in Skandinavien. Beim Skijöring ist der Sportler dabei auf Skating-Skis unterwegs und mit einer Leine mit einem oder zwei Hunden, die wie beim Schlittensport ein Zuggeschirr tragen, verbunden. Eine gute Skitechnik sind dabei unumgänglich, um in diesem anspruchsvollen Teamsport rennmässig erfolgreich sein zu können.
| Ski-Jöring mit ein... | und zwei Samojeden | Pulka (CH-Studen 1999) |
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Beim Pulkasport zieht der Hund die Pulka, eine Art "Gleitwanne", hinter sich her, welche durch ein festes Gestänge mit dem Hund verbunden ist. Hierfür trägt der Hund ein spezielles Geschirr. Der Sportler wiederum ist mit Bauchgurt und Leine mit der Pulka verbunden. Rennsportmässig ist in Mitteleuropa der Pulkasport mit reinrassigen Hunden fast verschwunden, jedoch wird er in Skandinavien sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport rege praktiziert.
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Ski-Jöring
Viele Canicross-Läufer und Bikejörer wechseln im Winter zum Skatingski, um eine der schönsten Wintersportarten auszuüben - das Skijöring. Der Aufwand an Ausrüstung ist im Gegensatz zum Schlittenhundesport geringer. Man braucht eine gute Skatingausrüstung, einen Bauchgurt, ein Zuggeschirr für den Hund, eine Jöringleine mit Ruckdämpfer - und schon kann es losgehen. Zudem sind alle Jöringaktivitäten (ob mit Ski, Fahrrad oder Roller) ideal für Ein- oder Zweihundebesitzer, die ihre Tiere zugsportlich bewegen wollen.
Seit 1994 gibt es auch in Mitteleuropa Wettkämpfe in der Kategorie Skijöring. Bei den Schlittenhunderennen werden Kategorien für Damen und Herren angeboten. Die Distanzen bei Sprintrennen belaufen sich normalerweise zwischen 10 und 25km, bei Mittel- oder Langdistanzrennen auch bis zu 40km oder mehr.
Skijöring eignet sich auch für alle zugwilligen Hunde ausserhalb des sportlichen Rennbetriebs. Was gibt es den schöneres für den Hund, als sich zusammen mit seinem zweibeinigen Partner im Schnee und an der frischen Luft sportlich zu betätigen. "Langlauf mit Hund" ist eine attraktive Alternative im Winter für den sportlichen Hundebesitzer mit seinen lauffreudigen Hund.
Wie bei allen Sportarten ist eine gewisse Kondition für Hund und Mensch Grundvoraussetzung. Ganz wichtig sind auch Grundkenntnisse im Skaten und ein gutes Gleichgewichtsgefühl, damit sich die Konzentration rein auf den Hund richten kann. Hat man diese Grundkenntnisse, kann man auf die Skatingloipe oder den Schlittenhundetrail gehen. Verschiedenen Orten bieten sogenannte Hundeloipen an. Klären Sie unbedingt vorgängig ab, ob die Loipe/der Trail für Skijöring frei gegeben ist. Trainieren Sie in Randzeiten, so haben Sie mehr Platz und oft sind dann die Temperaturen für den Hund besser.
Die Aufnahme von Hundekot auf Loipen ist absolute Pflicht!
Bei Samojeden mit hohem Leistungswillen, muss man darauf achten, dass sich diese bei milden Temperaturen oder hoher Luftfeuchte nicht übernehmen, bzw. überhitzen! Man muss seine Hunde während des Skijörens genau beobachten und im Zweifelsfall eine Pause einlegen. Sehr wichtig ist auch das passende Zuggeschirr. Samojeden haben oft einen tieferen Brustkorb, als bspw. Huskys; dies macht es schwierig, ein wirklich passendes Zuggeschirr zu bekommen. Wenn das Zuggeschirr nicht optimal sitzt, kann es zu Druckstellen oder zur Einengung der Luftwege kommen.
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Pulka
In Skandinavien war es schon zu früheren Zeiten üblich, sich mit Skiern durch die verschneiten Winterlandschaften zu bewegen. Viele Bauern oder Jäger nutzten ihre Haushunde bei solchen Touren als Zugtiere, indem die Hunde vor eine hölzerne Gleitwanne, die Pulka, gespannt wurden. So hatte man kleinere Lasten oder die Verpflegung des Teams transportiert. Auch heute noch trifft man auf den weit verzweigten Loipen viele Skiwanderer, die auf ihren Touren von kräftigen Haushunden oder auch nordischen Hunden mit Pulka begleitet werden.
Vor diesem historischen Hintergrund zeichnete sich Anfangs der fünfziger Jahre vor allem in Norwegen die Entstehung des Pulkasports ab. Die Entwicklung dieser jungen Sportart kam zügig voran und schon bald wurden die ersten Pulkarennen veranstaltet. Mitte der siebziger Jahre sah man die ersten Pulkasportler in Mitteleuropa. Hauptsächlich in Frankreich, der Schweiz und in Deutschland konnte sich dieser Sport etablieren und wurde bei den jeweiligen Schlittenhundesportverbänden integriert.
Bei den Reinrassigen konnte er sich jedoch nicht behaupten, bspw. sind Pulkateams mit Samojeden im Alpenraum eine Seltenheit. Verbreitet ist der Pulkasport in der offenen Sportszene, wo mit Sporthunden gestartet wird. Beim Rennen besteht das Team aus einem oder mehreren hintereinander laufenden Hunden, welche die Pulka mit einer vorgeschriebenen Ballast nach sich ziehen. Schrittmacherdienste sind nicht erlaubt, so bestimmen die Hunde das Tempo.
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Touren und Materialtransport
Interessant ist der Pulkasport vor allem im Freizeitbereich, für mehrtätige Touren und andere Aktivitäten, bei denen ein Teil der Ausrüstung und der Verpflegung durch die Hunde transportiert werden können.
Nebst speziellen Renn- und Transportpulkas gibt es auch besondere Kinderpulkas, die Winterwandern auf Ski für die ganze Familie mit Kleinkind und Hund ermöglicht. Als ausdauernder Arbeiter ist der Samojede für solche Aktivitäten prädestiniert.
Für alle Aktivitäten, insbesondere mit schweren Transport- und Kinderpulkas, sind gut trainierte und an das Pulkagestänge gewöhnte Hunde absolute Voraussetzung. Durch das starre Gestänge müssen die Hunde mit der Situation vertraut sein, dass eine Pulka bergab schiebt. Während im Schlittensport der Musher bergab bremst, spüren bei der Pulka die Hunde den Schub von hinten und müssen entsprechend das Gewicht mit einbremsen. In schwierigem und steilem Gelände oder auch bei entsprechender Schräglage (Hangtraversierungen) bedarf es einer zusätzlichen Sicherung durch den Pulkasportler.
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Rollpulka
Eine spezielle Variante ist die Rollpulka, die im "off snow" für Transporte oder einfach für den Trainingsaufbau des Hundes im Hinblick auf die Wintersaison eingesetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um einen Rollwagen, bei welchem der Hund wie bei der Pulka mit einem Gestänge eingespannt wird. Verschiedene Pulkahersteller bieten auch Radgestelle an, die für den Rollbetrieb unter eine normale Pulkawanne montiert werden kann.
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Themenlinks Pulka
Skijöring und Pulkasport sind bei den Schlittenhundesportverbänden integriert.
Liste der verschiedenen reinrassigen Schlittenhundesportverbände
Weitere interessante Skijöring- und Pulkasportlinks:
Laufhundesport Austria (spricht hauptsächlich die offene Szene an)
SKIJÖR NOW (englisch)
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BILDERGALERIE
Dshamilja of Kamassin, Goms 1998 - Foto: wuffel.ch
Luna+Laika v.d. Arktis Selekta, Grossglockner 1996
Arcanas von Tuuli FAJUN, Urnerboden 2009
unterwegs mit der Rollpulka - Foto: samojeden.at
Laika+Luna, Padjelanta/schwed. Lappland 1998







